Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt! Die Reproduktion, Veröffentlichung oder weitere Verwendung des Textes auch in Auszügen, ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch Sixpack Int. Ltd. ist strafbar.

Schröpfen aus medizinischem Polymer

Registrierschein Nr. FSR 2008/03099 vom 30.07.2009

Schröpfmassage

Die Schröpfmassage basiert auf den Methoden der Reflextherapie, wobei die Reflexe in Form von Hyperämie, Reizung der Hautrezeptoren durch das in der Schröpfglocke entstehende Vakuum zustande kommen. Die Schröpfmassage verbessert die periphere Blut- und Lymphzirkulation sowie die Zirkulation der Flüssigkeit im Zwischengewebe. Die Schröpfmassage beseitigt Stauungserscheinungen, dient der Stoffwechselverstärkung und verbessert die Hautatmung an den behandelten Körperzonen. Die Haut wird elastischer, ihre Widerstandsfähigkeit für mechanische und Temperatureinflüsse wird erhöht, die Muskelkontraktilität, der Muskeltonus und die Muskelelastizität verbessert. Die Vakuumtherapie regt die Schweiß- und Talgproduktion an. Auf diese Weise wird der Körper von den  Salzen sowie von Harnstoff, Aceton und Gallensäuren gereinigt, die ab einer bestimmten Konzentration toxisch für ihn sind. Die Wirkung der Schröpfmassage ist dadurch mit dem Sauna-Effekt vergleichbar.

Schröpfmassage-Zonen

1) Bei Osteochondrose der Wirbelsäule

1a) Bei Osteochondrose der Halswirbelsäule

2) Bei Erkältungserkrankungen, Bronchitis, Lungenentzündungen

3) Bei Myositis, lymbosakraler Radiculitis

4) Eigenbluttherapie

 

Technik der Schröpfmassage

Auf die zu behandelnde Hautfläche erwärmtes Pflanzenöl, Massage-Creme oder Vaseline auftragen. Daraufhin ein oder zwei Schröpfgläser aufsetzen. Die Saugkraft durch das Zusammendrücken des Schröpfglases dosieren, wobei die Hautempfindlichkeit des Patienten zu berücksichtigen ist. Danach mit dem festgesaugten Schröpfglas gleitende massierende Bewegungen ausführen (ihre Richtung ist der Abbildung zu entnehmen). Diese können geradlinig, kreisend oder zickzackartig erfolgen. Die Massage fortsetzen, bis die oberen Hautschichten durch vermehrte Durchblutung anhaltend gerötet sind (3 bis 10 Minuten). Die Behandlung täglich durchführen. Die Anzahl der Sitzungen richtet sich nach dem Zustand des Patienten und kann sich auf 5 bis 10 belaufen. Nach der Behandlung ruht sich der Patient mindestens 30 Minuten in einem Raum mit einer Raumtemperatur von mindestens 18 ° C aus.

1) Bei Osteochondrose der Wirbelsäule gleitende Massagebewegungen vom Kreuz aus zur Halswirbel hin ausführen. Dabei den Paravertebralbereich 2-3 cm von den Dornfortsätzen besonders gut massieren. Schröpfglas nach oben in geradlinigen Bewegungen mit Nachdruck verschieben, so dass sich in Bewegungsrichtung oberhalb des Schröpfglases eine Hautfalte bildet. Bewegungen nach unten ohne Nachdruck ausführen.

1a) Bei Osteochondrose der Halswirbelsäule kreisende Bewegungen mit dem Schröpfglas um die 7. Halswirbel ausführen (man findet diese, indem man den Kopf nach unten senkt, die hervorstehende Wirbel ist die 7. Halswirbel). Bewegungen im Uhrzeigersinn ausführen, ohne die 7. Halswirbel zu berühren; dabei ungerade Zahl der Bewegungen beachten (11 bis 15). Dann die Trapezmuskel vom Kopf aus zu den Schultern hin massieren.

2) Bei Erkältungserkrankungen, Bronchitis und Lungenentzündungen von den unteren Schulterblattecken zu den Schultern hin (auf dem Rücken) sowie den Brustkorb seitlich und vom Schwertfortsatz des Brustbeins zur linken und rechter Schulter hin massieren. Die Schröpfmassage bewirkt Schleimabsonderung durch Auswurf, verbessert die Atmung, reduziert die Körpertemperatur. Nach der Massage den Patienten in eine warme Decke wickeln und ein Glas Tee mit Zitrone oder Himbeere reichen.

3) Bei Myositis im Lendenbereich entlang der Lende massieren. Bei Myositis der Unterarmmuskeln die Muskeln im hinteren Hals- und im Rückenbereich massieren. Bei Lenden-Kreuz-Radiculitis den Lendenbereich massieren. Strahlt der Schmerz in den Bein aus, auch die hintere Beinfläche von der Kniekehle aus hin zur Gesäßfalte massieren.

4) Um die Immunität bei geschwächten Langzeitkranken zu erhöhen, wird Eigenbluttherapie angewendet. Hierzu das Schröpfglas bei starkem Unterdruck auf die Haut einer Gesäßhälfte für 30 bis 60 Sekunden aufsetzen. Behandlungsdauer: 10 Tage.

5) Bei Verletzungen dient die Massage dazu, den Blut- und Lymphfluss zu normalisieren, Schmerzen zu lindern, Schwellungen und Hämatome zu lösen, Gewebe zu regenerieren und zu reparieren, Oxidations- und Reduktionsvorgänge wiederherzustellen. Die Massage oberhalb der Prellung beginnen (reflexablenkend), dann allmählich zu den an die Prellstelle angrenzenden Bereichen übergehen.

Vakuum-Anti-Zellulite-Massage

Vakuum-Schröpfmassage wird in der Kosmetologie aktiv zur Behandlung der lokalen Cellulitis im Gesäßbereich, im hinteren Hüftbereich, im „Reithosenbereich“ sowie zur Beseitigung des „Orangenhaut“-Effekts verwendet. Die Behandlung besteht aus dem Aufsetzen und der Führung der Schröpfglocke über die Hautoberfläche. Der durch die Vakuummassage entstehende Unterdruck verbessert die Sauerstoffversorgung des Gewebes, intensiviert den Stoffwechsel und fördert die Durchblutung. Dieser Effekt trägt zur Erneuerung und Festigung der Haut bei und fördert den Lymphabfluss. Dadurch wird die „Orangenhaut“ beseitigt. Eine dauerhafte Einwirkung des Schröpfglases löst dabei Verwachsungen auf und führt zum Ausgleich des Unterhautfettgewebes. Dieser Effekt übertrifft vielfach den Effekt einer klassischen Massage. Ebenfalls wird die Haut unter dem Schröpfglas geringfügig gedehnt, wodurch positive Ergebnisse bei fibröser Zellulite erzielt werden.

Technik der Vakuum-Anti-Zellulite-Massage

Die vorerwärmte Haut der Hüfte und der Gesäßhälften (nach Sauna oder Dusche) mit Anti-Zellulite-Creme, Gel, Vaseline oder erwärmten Pflanzenöl vorbehandeln. Das Schröpfglas aufsetzen, Unterdruck je nach Empfindung des Patienten dosieren. Das  Schröpfglas  ohne Nachdruck festhalten und in geradlinigen, kreisenden und zickzackartigen Bewegungen auf den Vorder-, Seiten- und hinteren Flächen der Hüfte und der Gesäßhälften führen. Dauer der Behandlung: 5-10 Minuten, bis zur anhaltenden Hyperämie (Rötung der oberen Hautschichten). Die Behandlungen täglich oder alle zwei Tage durchführen. Für den gewünschten Therapieeffekt sind je nach Fall 10 bis 20 Sitzungen erforderlich. Um das Ergebnis zu erhalten, sind 2 bis 4 Nachbehandlungen pro Jahr zu empfehlen.

WICHTIGER HINWEIS:

Die Massage nicht an den Oberschenkelinnenseiten und nicht nach erfolgter Herniotomie oder Appendektomie durchführen!

Schröpfen als Physiotherapiemaßnahme

Der physikalische Behandlungseffekt des Schröpfens beruht auf der Wirkung des Vakuums, der lokal einen Blut- und Lymphzufluss zu der Haut aus dem tieferliegenden Gewebe herbeiführt, was reflektorisch auf die Gefäße der inneren Organe einwirkt. Außerdem entstehen im behandelten Bereich biologisch aktive Substanzen, die Stoffwechsel- und Regenerationsprozesse fördern.

Indikationen:

-          Entzündungserkrankungen der Atemorgane: Bronchitis, Lungenentzündung, Pleuritis, Prophylaxe der hypostatischen Pneumonie

-          Akute und chronische Myositis, Neuromyositis, Neuralgien, Neuritis und Perineuritis, Osteochondrose

Arbeitsweise:

-          Schröpfgläser desinfizieren: zweimal in 10-Minuten-Abstand mit einem mit 3%-Wassersoffperoxidlösung unter Zusatz des 0,5% Waschmittels (z. B. Lotos) oder 1% Chloraminlösung befeuchteten Mull- oder Nesseltuch reinigen.

-          Während des Schröpfens kann der Patient liegen oder sitzen. Für eine bessere Haftung die Haut mit Borvaseline oder sterilem Pflanzenöl vorbehandeln.

-          Zum Aufsetzen die Schröpfglocke ungefähr in der Mitte zusammendrücken, den Hals auf der Haut fest aufsetzen und loslassen

-          Bei Kindern den Vakuum durch das teilweise Zusammendrücken der Schröpfglocke je nach Alter dosieren

-          Um die Schröpfglocke nach der Behandlung von der Haut zu lösen, diese mit den Fingern zusammendrücken

-          Schröpfen-Behandlungsdauer: 20-25 Minuten, Anzahl der Sitzungen ist individuell zu bestimmen

Schröpfkopfmassage und Schröpfen: Kontraindikationen

Lungenblutungen, Lungentuberkulose in aktiver Phase, bös- und gutartige Tumore, hämorrhagische Diathese, Hauterkrankungen und überempfindliche Haut, Bluterkrankungen, starke körperliche Erschöpfung, Herzrhythmus- und Leitungsstörungen, hypertonische Erkrankung des 3. Grades.

Schröpfglocken NICHT auf der Wirbelsäule, im Herz- und Nierenbereich und bei Frauen nicht auf die Milchdrüsen aufsetzen.

Die Behandlungen sollten nach Rücksprache mit dem Hausarzt erfolgen.

Mindestens haltbar 3 Jahre ab Herstellungsdatum (s. Verpackungsaufdruck)

 

Sixpack Int. Ltd. http://eveline24.de

 

Google